Studium bei der Kriminalpolizei des Landes Niedersachsen














Niedersachsen




Die Polizeiakademie des Landes Niedersachsen bietet an drei Standorten in Niedersachsen jährlich Studienplätze für angehende Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte an. Ausführliche Informationen über die Voraussetzungen, die Bewerbung, das Berufsbild, die Verwendungsmöglichkeiten usw. können grundsätzlich über die Webseiten der Polizeiakademie Niedersachsen abgerufen werden.

Vielleicht fragen Sie sich, warum der Bund Deutscher Kriminalbeamter mit einer extra Webseite Werbung für die Ausbildung bei der Polizei macht?
Aus Sicht des Bund Deutscher Kriminalbeamter wird auf den Internetseiten nicht ausreichend auf die Verwendungsmöglichkeiten in den Ermittlungsbereichen, eigentlich der Kriminalpolizei, hingewiesen. Detailliertere Informationen, in denen etwas mehr auf die kriminalpolizeilichen Aufgabenbereiche eingegangen wird, finden sich in einer
Broschüre der Polizeiakademie Niedersachsen. Ergänzend möchte daher der BDK Niedersachsen über diese Seite Interessierten die Möglichkeit weitergehender Informationen zum Berufsbild Kriminalpolizei anbieten.

Die Eigenständigkeit der Kriminalpolizei in Niedersachsen wurde mit der Polizeireform 1994 organisatorisch abgeschafft. Die Kriminalpolizei wurde in die Ermittlungsbereiche innerhalb einer Polizei ohne eine eigene Organisationsstruktur integriert. Die Ausbildung erfolgte zunächst über die Fachhochschulen, in denen überwiegend grundlegende Kenntnisse orientiert an den Erfordernissen in der Verwendung als Sachbearbeiter im Einsatz- und Streifendienst vermittelt wurden.

Zwischenzeitlich sind die Fachhochschulen durch die Polizeiakademie ersetzt worden und der erfolgreiche Abschluss des akkreditierten Bachelorstudiengangs ist einem Hochschulabschluss gleichgestellt. Mit dem Studiengang, der 2010 beendet wurde, wurde das Grundstudium im 2. Studienabschnitt um das Praktikum „Ermittlungen“ und im 3. Studienabschnitt um das Schwerpunktstudium „Ermittlungen“ erweitert. Damit wurden seit 1994 wieder erstmalig Studenten für eine unmittelbare Verwendung in den Ermittlungsbereichen, also bei der Kriminalpolizei, vorbereitet.

Beim Landeskriminalamt, den Zentralen Kriminalinspektionen, den Zentralen Kriminaldiensten und den Kriminalermittlungsdiensten ist in den vergangenen Jahren eine personelle Überalterung festgestellt worden, da die bisherigen Fachhochschulabsolventen fast ausschließlich im Einsatzbereich Verwendung fanden. Aufgrund der fachlich erforderlichen und zukunftsorientierten Intervention des Bund Deutscher Kriminalbeamter hat der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann 2010 die unmittelbare jährliche Verwendung bei der Kriminalpolizei von mindestens 50 Studienabsolventen verfügt.

Vor diesem Hintergrund sollten sich Studenten möglichst frühzeitig für den kriminalpolizeilichen Zweig des Studiums entscheiden, um einen aufregenden und anspruchsvollen Beruf als Kriminalbeamtin oder Kriminalbeamter zu ergreifen.

Für persönliche Informationen steht Ihnen als Ansprechpartner unser Landesschriftleiter, Kriminalhauptkommissar Christian Mehner, zur Verfügung.



Quellen: http://polizei-studium.de






Redaktion: Florian Höse - E-Mail -
letzte Änderung am 10.03.2011